Meteomatics bildet mit EURO1k Wetter in einer Auflösung von 1 km ab und erkennt kleinräumige Phänomene wie Gewitter oder Hagel bis zu 72 Stunden im Voraus. So verbessert das Unternehmen Vorhersagen und hilft, Risiken frühzeitig zu erkennen.
Inwieweit ist Ihr Unternehmen ein Vorreiter bei der Verbindung von Unternehmertum und Nachhaltigkeit?
Man kann nicht über Nachhaltigkeit sprechen, ohne das Klima zu thematisieren. Und wir sind ein Wetterunternehmen. Wenn jemand das ernst nehmen sollte, dann sind wir es. Deshalb haben wir unsere Technologieplattform entsprechend aufgebaut. Meteomatics entwickelt und betreibt Meteodrones, also UAVs, die atmosphärische Daten mit hoher Präzision erfassen. Sie dienen als moderne Alternative zu Radiosonden, bei denen es sich um Einwegsensoren handelt, die an mit Helium gefüllten Wetterballons befestigt sind und nach jedem Flug davondriften und in der Umwelt verloren gehen. Unsere Meteodrones kehren unversehrt zum Startort zurück und können wiederverwendet werden. Auf der Rechenseite laufen unsere API und das hochauflösende EURO1k-Wettermodell vollständig auf der eigenen Serverinfrastruktur von Meteomatics, die zu 100 % mit erneuerbarer Energie betrieben wird. Doch die Auswirkungen auf die Nachhaltigkeit reichen über unseren eigenen Betrieb hinaus. Ein bedeutender Teil unserer Kunden ist im Bereich der erneuerbaren Energien tätig. Ein auf Solar- und Windenergie basierendes Netz ist nur dann steuerbar, wenn man Sonne und Wind kilometerweise vorhersagen kann. EURO1k und unsere API liefern hochauflösende Prognosen, die es den Betreibern ermöglichen, die Stromerzeugung zu planen, das Netz auszugleichen und sicher zu handeln, wodurch erneuerbare Energien günstiger und gegenüber fossilen Brennstoffen wettbewerbsfähiger werden. Präzise Wetterdaten sind die Voraussetzung dafür, dass erneuerbare Energien ein Netz überhaupt betreiben und weiter ausbauen können.
Haben Sie gewusst, dass…?
Dass eine unserer Meteodrones nun im Schweizer Verkehrsmuseum in Luzern zu sehen ist – inmitten der Lokomotiven, Flugzeuge und Raumfahrzeuge, die die Art und Weise geprägt haben, wie sich das Land fortbewegt und die Welt vermisst. Für ein noch junges Unternehmen ist es ein stiller Meilenstein, ein Stück unserer eigenen Ingenieurskunst dort ausgestellt zu sehen. Es zeigt uns, dass die Meteodrone nicht nur als kommerzielles Instrument verstanden wird, sondern als Teil einer langen Schweizer Geschichte von Präzision und Erforschung.

Das Modell erlaubt viel präziere Vorhersagen. Bild: Meteomatics AG
Wie gelingt es Ihnen auf dem Markt zu überleben?
Kontinuierliche Innovation ist die Grundlage. Von eigener Drohnentechnologie bis hin zu hauseigenen Wettermodellen entwickeln wir die Tools, die wir benötigen, anstatt auf Lösungen von Drittanbietern angewiesen zu sein. Diese Unabhängigkeit ermöglicht uns sowohl Qualitätskontrolle als auch die Flexibilität, schnell zu handeln.
Auch unser Kundenportfolio ist ein stabilisierender Faktor. Unsere Kunden kommen aus den Bereichen Energie, Luftfahrt, Versicherungen, Verteidigung, öffentliche Verwaltung und vielen weiteren Bereichen … sodass wir nicht von den Höhen und Tiefen einer einzelnen Branche abhängig sind.
Wer steckt hinter EURO1k?
EURO1k entstand aus einer Vision des Gründers und CEO von Meteomatics, Dr. Martin Fengler: der Überzeugung, dass eine numerische Wettervorhersage auf 1-km-Ebene wirtschaftlich rentabel und betrieblich zuverlässig umgesetzt werden könne. Von da an wurde das Modell vollständig intern von einem multidisziplinären Team aus Ingenieuren und Meteorologen an unserem Hauptsitz in St. Gallen entwickelt. Keine externen Partner, keine ausgelagerte Entwicklung. Das Modell stammt von Grund auf von uns.
Nominierte Lösung: EURO1k – Europäisches Wettermodell für präzise Vorhersagen
Firma: Meteomatics AG
